Das (Zwischen)-Tief überwinden

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Zehn mutmachende Gedanken in der Zeit der Veränderung

Tag 24 der Reihe

„in 66 Tagen von neuer Gewohnheit zu Routine“

Nach einer zwanzigtägigen Unterbrechung, kommt heute Tag 24.

Den unten stehenden Beitrag, habe ich bereits am 4.August geschrieben. Ich konnte ihn nicht posten, ich fiel in die „Gewöhnungsschleife des Schreibens für mich alleine“ obwohl es mein Ziel und Wunsch ist, meine Texte und Geschichte zu posten.

Heute hatte ich eine Sitzung mit meiner Mentorin und Coach Alina Sutu.

Sie hat mich ermutigt, weiterzumachen und gleichzeitig herausgefordert, eine meiner nicht veröffentlichten Texte zu posten. Die Geschichte erzählt über einige Erlebnisse und über Gedanken und Erkenntnisse, die ich Ende Juli hatte. Ich hoffe, ich kann dir damit eine Inspiration einhauchen, dass egal welche Schleifen sich im Leben wiederholen, der Ausgang immer deiner Vorstellungskraft = Gedankenkraft entspringen wird.

Hast du das auch schon mal erlebt, das Gefühl, du steckst in einer „Zeitschleife“ fest, die sich eigentlich absolut fremd für dich anfühlt?

Seitdem ich die Challenge „21 Tage Challenge für mich“ beendete, habe ich einige Erfahrungen gemacht, die mir das Gefühl gegeben haben, dass mein momentaner Zustand „eine wiederholende Zeitschleife, die mir immer wieder ein Déjà-vu bringt“, ist.

Ich habe immer Träume gehabt.

Ich habe mir diese Eigenschaft wie ein kostbares Juwel bewahrt. Es klingt trivial, banal und abgedroschen aber Träume zu haben, war immer mein „Motor“, mein persönliches „Perpetuum mobile“. Es ist mir auch bewusst, dass ich gleich wie Millionen von Menschen bin, keine Besonderheit.

Ich habe daher stetig an meinen Träumen gearbeitet.

Diese Arbeit bedeutete, dass ich mich aus dem Zustand der Starre selber heraushole und ins  Tun komme.

Da ich gerne schreibe, wollte ich an einem Buch arbeiten – an meinem Buch.

Ich habe Kurse belegt, habe einen Blog angefangen und mich bemüht, auch in dieser Richtung eine Professionalität aufzubauen. Es heißt, jeder der das Schreiben erlernen möchte, kann es auch schaffen. Doch jedes Mal wo ich so richtig in „Fahrt“ kam, sind aus heiterem Himmel richtig mächtige Hürden aufgetaucht. Einige waren beruflicher Natur, wo ich dann zum Beispiel viele Überstunden machen musste, die ich nicht abschütteln konnte. Andere waren privater Natur, Turbulenzen die wirklich stark auf meinen Energie-Pegel und Gemütszustand gewirkt haben, sodass ich das Gefühl hatte, ich würde es nicht schaffen drüber zu kommen.

Und so landeten meine Ideen, meine Ausarbeitungen, meine Geistesblitze für einige Zeit in der Schublade (manche davon habe ich wahrscheinlich ohnehin für immer verloren…)

Heute möchte ich den ersten Schritt „zurück in die Zukunft“ machen.

Ich übersetze es so:

Wenn ich heute nicht das mache, wofür ich nun intensivst seit drei Monaten arbeite, werde ich mich nicht Richtung meiner Zukunft fortbewegen. Deshalb, Tag 24 wird für mich ein sehr besonderer Tag bleiben, für diese neue Challenge, der „in 66 Tagen von neuer Gewohnheit zu Routine“.

Meine Herausforderungen, die mich jetzt ziemlich gebeutelt haben, waren Familienangelegenheiten.

Das ist ein Kapitel, dass am schwierigsten zu verändern ist, wenn es um das Beschreiten „neuer Wege“ geht. Es ist ganz klar, die starke emotionale Verstrickung miteinander, wirkt sehr tiefgehend. Es lässt uns nicht kalt, es geht uns „unter die Haut“ es nimmt uns mit. Egal wem die „Blinden Flecken“ gehören, getragen werden diese nie alleine, solange wir diese nicht (auf)geklärt haben.

Ich weiß nicht wie du normalerweise reagierst, aber ich war immer gewohnt, Himmel und Hölle in Bewegung zu setzen, um irgendjemand und die Lösung des Problems „huckepack“ zu nehmen und über die Ziellinie zu tragen. Es ist eine Metapher, um bildhaft das darzustellen, was ich tatsächlich als Routine in meinem Tun implementiert hatte.

Ich gestehe, vor ein-zwei Wochen hatte ich das Gleiche im Sinn.

Dann „drehte ich wieder meinen Energiehahn auf“ und verlor so viel davon, dass es mir unglaublich schwerfiel, mich auf meine unmittelbaren Aufgaben zu konzentrieren, das Wichtigste davon war ein Interview, dass am übernächsten Tag stattfand. Natürlich trage ich die Verantwortung dafür. Natürlich ist dies niemandem vorzuwerfen, schließlich ist es meine sehr individuelle Entscheidung, die ich basierend auf einem Verhaltensmuster getroffen habe.  Das ist laut buddhistischer Beschreibung, ein „tief karmisches“ Erlebnis.

Mein Glück dabei, ich habe mir die Zeit gegeben, aus diesem „Loch“ herauszukommen. Ich habe akzeptiert, dass es für den Moment keine andere Lösung gab und ging „mit den Wölfen heulen“ – und habe so getan, als ob es tatsächlich keine andere Lösung gäbe. Ich habe Zeit investiert, um diese einzige „Lösung“ zu ermöglichen und parallel mit den Übungen meines Coaches Alina Sutu daran gearbeitet,

-meinen Selbstwert, meine Glaubenssätze, meine Verantwortung-

für mein eigenes Leben und schließlich meine Energie auf die Schwingung meines zukünftigen Verhaltens einzustimmen. Überraschend oder nicht, es war die richtige Entscheidung.

Ja, ich hatte für einige Tage ein Tief. Ja, es fiel mir schwer, die Vergangenheit nicht erneut aufzurollen. Ja, ich hatte meine unmittelbare Familie um mich herum – sie haben mich ein bischen liebevoll „gerüttelt“ und mir bewusst gemacht, dass ICH eine Hauptperson in dem Geschehen bin und nicht nur so, wie ich immer agiert habe, „der Packesel“ bin.

WOW, wenn ich das hier so schreibe, bekomme ich Gänsehaut.

Das Ergebnis, es findet alles so statt, wie ich es von Anfang an geplant und vorgeschlagen hatte.

Ich hatte von Anfang an die richtige Ausrichtung, die Zeitleiste stimmte und es wird so geschehen, wie ich es ursprünglich anbot. Ich fuhr niemandem bei der Geschichte drüber. Obwohl ich spürte, dass in der Gesprächsrunde nicht immer die Aussagen den Tatsachen entsprachen (das nahm mir die meiste Energie weg), habe ich es akzeptiert, dass das Leben eine viel größere „Intelligenz und Kraft“ hat, wie ich als einzelner Mensch und habe darauf vertraut, dass „es zu mir kommt, ohne mich verausgaben zu müssen, wenn es zu mir gehört“.

Ich habe auch mit dem Hoʻoponopono Ritual gearbeitet, auch wenn nicht in seiner intensivsten Form.

Meine Geschichte hier, beschreibt die Situation nur sehr entfernt. Ich will die Personen schützen, um die es ging.

Und hier ist meine Schlussfolgerung:

Wenn du intensiv anfängst an dir zu arbeiten, an deiner „Heilung“ im Inneren, geschehen Dinge, die dir zeigen, dass du dich auf dem richtigen Weg befindest. Es geschehen Dinge die dich zurückschleudern. Es geschehen Dinge die dir anfänglich Energie nehmen. Dennoch, solange du die Hauptidee nicht aufgibst, werden sich diese Dinge immer „zur richtigen Zeit in der richtigen Richtung ausrichten“.

Deshalb möchte ich dir Mut machen, wenn du an dir arbeitest, um auf jeden Fall deinen Weg weiter zu gehen:

  1. bleibe bei dir.
  2. geh lieber einen Schritt zurück aus einer belastenden Situation
  3. akzeptiere was kommt, oder das was entschieden wurde, ohne dein „Bauchgefühl“ aufzugeben oder zu Zweifeln.
  4. lasse die Vergangenheit in Frieden ruhen, lebe/denke/fühle im Jetzt.
  5. nimm an, dass die Situation nur deine „blinden Flecken“ aufzeigen will
  6. reflektiere, meditiere und / oder bete noch intensiver für einige Tage
  7. bemühe dich an dem Vorschlag des anderen mitzuwirken
  8. freue dich über kleine Dinge, die dir an diesen Tagen begegnen
  9. versuche deine Zweifel, Fragen, schlechte Erfahrung nicht auf dein Umfeld zu projizieren
  10. schone dich (soweit es geht) und bleibe achtsam mit deinem Umfeld

GLAUBE AN DEINE LÖSUNG UND DARAN, DASS WENN DIESE ZU DIR GEHÖRT, SIE AUCH UMGESETZT WERDEN KANN. WENN NICHT, WAR SIE NIE (D)EINE LÖSUNG.

Im Übrigen, das war ein an mich direkt gerichteter Ratschlag von Vera F. Birkenbihl, welchen ich bereits vor einigen Jahren erhalten habe. Das war auch meine erste tatkräftige Hilfe, um die ersten nachhaltigen Schritte in Richtung:

Perfektion ja, Verbissenheit perfekt zu sein, nein.

In diesem Sinne, wünsche ich dir ein perfektes Wochenende!

bis nächstes Mal

herzlichst

Ella

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