Meine zweite Woche der 21 Tage Challenge für mich

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oder was passiert wenn ich mich über meine Grenzen und Ängste hinweg bewege

Tag 14 der „Challenge für mich“

Mit der Zeit, stellt sich ein Gefühl von „Müdigkeit“ ein… aber nur vorübergehend.

Es ist mir immer schon darum gegangen, mich über meine Grenzen und Ängste hinweg zu bewegen. Über meine „Bequemlichkeit zu bestimmen“ und das was mich interessiert, zu formen beginnen.

Diese Woche hatte ich nur einen fixen Punkt in der Gestaltung und Vorplanung – die Buchempfehlung. Es ist mir bewusst, dass die Empfehlung englischer Bücher in einem deutschsprachigen Blogg etwas „schräg“ ist, aber es ist ein Teil dessen, was mich ausmacht.

Ich habe das Glück,

mit einer osteuropäischen Sprache aufgewachsen zu sein – Rumänisch – was den Großteil meiner Gefühlswelten und die Basis meiner Wertewelten geformt hat. Obwohl heute 99% meiner Gedanken in Deutsch formuliert sind, gab es und gibt es von Zeit zu Zeit die Notwendigkeit, mich in meiner Muttersprache auszudrücken. In der Vergangenheit zum Beispiel, als ich mit meinem kleinen Sohn liebevoll sprach oder aktuell, wenn mir Witze oder witzige Aussagen einfallen, die mich so herzlich zum Lachen bringen.

Ich lernte dann Deutsch

und ich habe mir tiefe Kenntnisse in dieser neuen, adoptierten Sprache, aufgebaut. Es hat mich dazu gebracht, meine Gefühlswelten und Wertewelten sehr stark zu hinterfragen. Ich habe eine irre „roller coaster ride“ hinter mir, aber diese hat mir die Gelegenheit geöffnet mich zu festigen, mich erneut zu hinterfragen und zu erkennen, dass all das, was ich bereits in mir trage absolut ok ist. Ich habe für mich herausgefunden, dass der Unterschied in der Expression, im Ausdruck nach außen, ist. Da bin ich noch dabei, dies zu verfeinern um the best of me meiner Umgebung begreiflich zu machen.

Und dann gibt es die englische Sprache.

Als Neunjährige habe ich angefangen, diese Sprache zu lernen und habe seitdem nie aufgehört. An meinem ersten Englisch-Unterrichtstag bin ich in den Klassenraum mit Ehrfurcht, Freude und leuchtenden Augen gegangen. Meine damalige Englisch-Lehrerin, eine großgewachsene schwarzhaarige, sehr attraktive Frau, zeigte uns auf der hinteren Klassenzimmerwand eine Tafel mit einem Poster und las laut was darauf stand:

„A THING OF BEAUTY IS A JOY FOR EVER“

JOHN KEATS

Das Zitat hat mich seit damals ständig still begleitet. Ich habe das Zitat erst vor einigen Jahren in einem Newsletter von „Brain Pickings“ by Maria Popova, wieder-gefunden.

Es ist aus dem ikonischen Gedicht „Endymion“ von John Keats

Die blauen Augen meiner Englischlehrerin leuchteten dabei. Sie hatte uns das Zitat damals auch übersetzt und sagte:

Vergesst nicht danach Ausschau zu halten, denn Dinge, die für die Welt wunderschön sind und eine ewige Freude den Menschen bereiten können, sind in der Regel ganz nah. Je mehr Sprachen ihr könnt, umso leichter ist es für euch diese zu entdecken.“ Sie bleibt meine „allerzeit Lieblings Lehrerin“.

Dann habe ich zweimal die Gelegenheit gehabt, mit Freunden zusammenzukommen – an einem Tag um einfach die Freundschaft zu pflegen und am zweiten Tag, um Hilfe für mein eigenes Vorankommen zu bekommen.

Der Dienstag war ein Tag an dem ich nur geschrieben hatte, so habe ich mir ein Post erlaubt, ohne viele Worte, aber mit einer selbst fotografierten Perspektive. Der Grund dafür ist, es war einer dieser Tage, an dem man das Gefühl hat, ein Wunder erlebt zu haben. Meine intensive Beschäftigung mit dem Schreiben brachte etwas sehr Wertvolles für mich hervor.

Ich weiß nicht, ob du mal eine Challenge, bei der du selber die Entscheidung getroffen hast, diese gestaltet hast, bei der du einem Wunsch folgtest, auch durchgezogen hast. Wenn du das mal gemacht hast, kannst du mir vielleicht folgende Aussage bestätigen:

Während ich mich darum bemühe, etwas zu üben, was ich mir schon immer gewünscht habe, entdecke ich immer mehr Dinge an mir, die von Innen nach Außen sich drängen, solche bei denen ich eigentlich nie verstanden hatte, was diese mit mir zu tun haben, obwohl sie sich immer bemerkbar gemacht hatten.

Die Rede ist bei mir konkret von einer bestimmten Art des Gefühlsausdrucks.

Obwohl ich mich als einen glücklichen Menschen betrachte, meist fröhlich bin und ein ansteckendes Lachen habe, erlebte ich sehr oft Stimmungen, die ganz andere stark entgegengesetzte Gefühle mit sich gebracht hatten.

In dieser Woche habe ich das erste Mal erkannt, dass dies eine Form meiner „eigenen Kunst“ ist.

Ich habe daher vieles, was ich früher geschrieben habe, mit anderen Augen betrachtet. Ich fand darin einige wunderschöne Aussagen, inspirierende Erlebniserzählungen und traurige Erinnerungen, die ich schriftlich festgehalten hatte. Ich konnte aber damit nie umgehen, denn ich konnte diese „Ausbrüche“ nicht zuordnen.

Mein größter Bewunderer und gleichzeitig mein unbeugsamster Kritiker ist mein Mann. Er hat mir diese Woche die schönste Inspiration geschenkt – „wir machen aus diese PERLEN DEINER SEELE einen Band“.

Es war ein unbeschreibliches Gefühl, es war so, als ob ich Zuhause angekommen wäre.

Ein paar Tage später, gab es die Prüfung dieser Theorie.

Die Stimmung lies in meinem Kopf Zeilen und Wörter entstehen. Dieses Mal ging es um glückliche Inspiration und Erlebnisse, die in der Zeitleiste verloren zu sein schienen. Ich empfinde sie als Teil meines Werdens, unzertrennlich verbunden mit meiner Essenz. Es geht um Literatur aus meiner Jugend – Literatur von rumänischen Schriftstellern, die so einfach und so treffend Ereignisse, Lebensumstände, Freude und Erinnerungen ausdrücken – dass unvermeidlich das Gefühl der Melancholie und Sehnsucht erzeugt wird. Das, was an diesem Tag entstanden ist, wird ebenfalls Teil des Bandes.

Nun, an diesem Tag, habe ich nicht dagegen gekämpft und mich nicht in Frage gestellt. An diesem Tag habe ich diese Worte mit der tiefen Überzeugung fließen lassen, dass das eine meiner Aufgaben ist. Ich habe mich emotional darin hineinfallen lassen, es zu Papier gebracht und losgelassen.

Danach passierte das, was ich „Wunder“ nenne.  

Ich war energiegeladen, nicht mehr leidend und unfassbar glücklich. Ich war dankbar, dass ich es verstanden hatte und angenommen hatte. Es muss keine Bedeutung für die Welt haben, das Wichtigste ist, die Bedeutung für mich zu erkennen, anzunehmen und zu akzeptieren.

Nun das gesamte wäre nicht passiert, wenn ich mich nicht so tapfer über meine Grenzen hinweg getraut hätte, meine Ängste zu besänftigen und meinem schriftstellerischen Drang nachzugehen.

Als große Zugabe an diesem Tag, konnte ich danach endlich an meiner Business-Idee arbeiten. Sehr inspiriert und effektiv, so als ob auf einmal ein riesiges Reservoir, dass versiegt schien, anfing erneut zu sprudeln – Energie, Frische und Freude.

Das verdanke ich zwei Menschen:

  • meinen Coach Alina Sutu, die mir gezeigt hat, wie ich aus der Falle und „Hamsterrad“ des „Opfer Denkens“ und „Helfer Syndroms“ herausfinden kann
  • und meinem Mann, der meine unveröffentlichten Gedichte, als „künstlerische Gabe“, die Tiefe der Schmerzempfindung in Worte zu fassen und sichtbar zu machen, bezeichnet hat.
Ja, es war eine Woche voller neuer bejahender Ereignisse. Ich habe das erste Mal die Gelegenheit gehabt, so eine „innere Revolution“ sichtbar zu machen, in dem ich mein Online Tagebuch – ellasblogdotcom – dazu genutzt habe.

Ich hoffe du hattest auch eine Woche voller neuer, stärkender Erlebnisse.

Morgen starte ich die Woche erneut mit dem „Happy Monday talks“.

Ich freue mich auf dein stilles oder mutiges Dabeisein.

Herzlichst
Ella.
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