Was ich als Erstes verstehen musste

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Zitat von ellasblogdotcom

Tag 1 der „Challenge für mich“

Wo ist der Anfang, wenn man anfangen will?

Wer schon mal gestrickt hat weis genau, dass die Knödel im Faden verflixt schwer zu entwirren sind… Als Kind habe ich sehr oft diese Aufgabe gehabt.

Mein Vater war Zeit seines Lebens Hobby Fischer. Es hat angefangen, als er zehn Jahre alt war. Er hat sich eines Tages eine Angelrute gebastelt. Dann blieb er den ganzen Tag bis spät am Abend am Ufer des Flusses, der in der Nähe der Wohnung war und brachte meiner Großmutter mit Stolz ein kleines Sackerl voller Minifische, gerade zehn zentimer lang. Er strecke die Hand aus und sagte „hier, brate sie für mich, ich will heute Fisch essen“. Meine Großmutter war eine sehr resolute Frau, aber an diesem Abend tat sie einfach, was er sich gewünsht hatte und vergaß, dass er viel zu spät nachhause kam.

Später haben wir als Familie, jedes Jahr ein ganzes Monat in der Natur, zeltend und fischend, verbracht. Da passierte schon Mal etwas mit der Angel-Schnur. Und ich durfte jedes Mal mein eigenes Knödel wieder lösen.

Ja, wir waren sehr nachhaltig in dieser Sache, denn Fischerzeug von Qualität zu kaufen war im damaligen kommunistischen Rumänien nicht so leicht. Aber mein Papa hatte immer eine 1A-Ausrüstung! So durfte ich die Angelschnur nicht einfach „nur schneiden“. Das war die Regel. Wenn ich es nicht schaffte, ging ich zu ihm. Und wenn er es nicht schaffte, dann war es so wie er entschied, schließlich war es ja seine Angel :).

aber was tut das Fischen hier zu Sache?

Eine meiner Herausforderungen als ich anfing mit mir zu arbeiten war, dass ich den ersten „Funken Klarheit“ über mein Verhalten bekomme, welcher mir helfen sollte, den „Knödel“ zu entwirren. Und das passierte tatsächlich, als ich die Herausforderung der Challenge angenommen hatte und meinen ersten Beitrag nach „Außen“ geben musste:

„du fängst an erfolgreich zu sein, wenn du aufhörst allen zeigen zu wollen, dass du der beste bist“

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was ich herausgefunden habe

Der Konkurrenzgedanke ist heute eine gängige Praxis. Ich habe aufgehört Sport zu machen, als der Sport in der „Masse“ zur „Messung der Kräfte und Resultate“, also aus überwiegend Konkurrenzgedanken, in den Vordergrund zu treten begann. Es war nicht klug. Ich bin nicht stolz drauf.

Es war mir aber nicht bewusst, dass ich ein „persönliches Opfer“ brachte, um etwas zu bewirken, dass ohnehin so nicht verändert werden kann. Das war kein Mindset zum Erfolg.

heute bin ich nicht perfekt aber ich mache was ich liebe

Es war ein Mindset eher in der Opferrolle. Es hat einige Zeit gedauert, dies herauszufinden. Aber ich habe es herausgefunden! Also ohne die Beste sein zu wollen, sondern eher um inspirierend zu wirken, starte ich neu und bleibe dabei.

Der Sport liegt in meiner Natur. Mit der damaligen Entscheidung musste ich etwas völlig normales für mich jahrelang unterdrücken. Auch andere Dinge wie kreativ sein, gestalten oder schreiben habe ich nicht gelebt. Ich habe gestern von der Angst „nicht perfekt zu sein“ gesprochen.

Der erste Schritt ist gemacht. Der Zweite kommt nach. Wenn wir gehen, gehen wir ohne nachzudenken – muss ich jetzt den linken Fuß oder den rechten Fuß bewegen. Es ist ein Automatismus, welcher dich von A nach B bringt. Und bis dieser perfekt ist, nehme ich in Kauf, dass ich „Schleifen des Lernens“ zu machen habe. Und ja, es ist eine grosse Ehre für mich, mir gegenüber zu stehen und mich zu loben, dass ich es mache, mit fünfzig, noch immer am Lernen! Aber dieses Mal hoffentlich aus Weisheit und nicht mehr aus Schmerz 😉

Ich habe mir Hilfe genommen. Mit meinem persönlichen Coach Alina Sutu habe ich kleine Schritte zur Erfüllung großer Wünsche geschafft. 
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