Alles was ich mag, bin ich auch.

Wenn du vom Pferd fällst… oder young blogger statement

Ich habe 2016 das erste Mal zur Weihnachtszeit gebloggt. Damals wie heute, wollte ich meiner Liebe Geschichten zu erzählen und zu Papier zu bringen nachgehen.

Wieder im November zwei Jahre später (2018) schrieb ich meinen letzten Beitrag, bevor ich dann in einen „innerlichen lockdown“ ging. Das Wort war mir damals nicht geläufig. Erst im Sommer dieses Jahres, verursacht durch die Krise, in welche die ganze Welt aufgrund der Pandemie hineingerutscht ist, erkannte ich, dass ich nun seit eineinhalb Jahren in diesem Zustand bin. Heute kann ich mich auch darüber äußern, hier, in kleinen Häppchen.   Es war eine sehr intensive, emo­tionale Doppelbelastung, die mich knockout schlug. Doch die ganze Geschichte wird eines Tages hier zu lesen sein, aber jetzt noch nicht.

Heute weiß ich, dass alles, was in den letzten zwei Jahren passierte – woran ich mich beteiligte, ja auch das Nichtstun dazwischen, das Grübeln, das Verzweifelt sein, sogar der Eindruck an sonnigen Tagen diese zu hassen – der Weg zum heutigen Tag war. Der Tag an dem ich mich erneut aufrichte, an dem ich dort anknüpfen versuche und dort starte, wo meine Welt vor zwei Jahren stehen blieb. Es ist nicht genau der gleiche Punkt. Innerlich passierte unglaublich viel, eine Art Revolution hinter den „Kulissen“ aber das Wichtigste für mich heute ist, dass ich MUT zeige vor allem mir gegenüber. Ich habe das Glück, eine unglaublich und tiefgehend liebevolle Familie zu haben und zusätzlich die Chance, mich außerhalb auf eine der herzensnähersten Ebenen, mit meiner (hartnäckigen und positivsten) Freundin versöhnt zu haben. Ja, so habe ich auf eine ungeahnte Weise erfahren dürfen, was wahre Freundschaft ist.

Gut, aber worum geht es mir hier, in diesem Blog?

Ich möchte dich vor allem inspirieren. Ob das mit einer Geschichte aus den Freuden- , Freundes Freuden – Kreis oder einem besonderen Ort, eine Erinnerung, ein Erlebnis, einem Lied oder vielleicht mit einem genussvollen Rezept geschieht, möchte ich Dinge mit dir teilen. Ich hoffe, du findest die eine oder andere Sache für dich. Und wenn ich dich inspiriert habe, lass mir eine kleine Notiz zukommen. Bekanntlich ist Freude das einzige auf der Welt, dass durchs Teilen sich vergrößert :).

Was hinter dem Ganzen hier steht reduziert sich auf zwei Fragen:

Erstens, ist es möglich als Quereinsteiger erfolgreich einen Blog in der Sprache deiner Wahlheimat aufzubauen?

Zweitens, gleichrangig neben der ersten Frage, ist es einer 50+ Quereinsteigerin möglich, einen erfolgreichen Blog aufzubauen und zu etablieren?

Als ich vor dreißig Jahre nach Österreich einwanderte, konnte ich die deutsche Sprache überhaupt nicht. Ich kam direkt von der Uni, sprach Englisch und Französisch aber leider kein Deutsch. Ich konnte keine Kurse belegen. Die waren damals nicht im Angebot und es interessierte niemanden, dass ich drei andere Sprachen sprach. Ich schlug mich durch, nahm einen Schichtjob zwei Stunden von meinen Wohnort entfernt an und lernte die Sprache mit Hilfe meiner damaligen Arbeitskollegen, meiner unglaublich tollen Freunde in der Clique im oststeirischen Almenland, in der ich relativ schnell voll aufgenommen wurde, durch das Verfolgen der Nachrichten im Fernsehen und den größten Teil auch Autodidaktisch. Ich war ehrgeizig, weil ich fest entschlossen war, hier ein Leben aufzubauen und meine Fähigkeiten zu Entfaltung zu bringen.

Und dennoch, heute muss ich mit der Tatsache umgehen, dass ich nicht nur Freunde traf sondern auch Menschen, die viel Macht hatten und diese ausübten und mich in der Position zu bringen mit 50+ eine zweite Karriere zu starten.

Ich kann mich noch nicht herzlichst dafür bedanken. Ich kann es nach zwei Jahren akzeptieren, dass ich offensichtlich mein Potential nicht entsprechend managte und somit das Leben mich nun auffordert, dies auf einen anderen Weg zu tun.

Das waren ein paar Blitzlichter dessen, was es hier (auch) zu lesen geben wird.

Eine Warnung vorab. Ich war nie ein „Mitläufer“. Das habe ich 1989 im Dezember in Timisoara in Rumänien ganz deutlich über mich herausfinden dürfen.

Es war nicht nur die Neugier, die mich auf die Straße trieb, in der Zeit wo die rumänische Revolution startete, in einer Stadt, die komplett von der Welt abgeschottet wurde. Es war auch ein Idealismus, welchen ich heute noch immer teile, dass wir die Möglichkeit haben sollten, unser Leben selbstbestimmend zu gestalten, auch wenn es dafür notwendig ist, etwas zu riskieren. Wir riskierten damals alle unser Leben. Einige Kollegen hatten leider ihr Leben verloren, ich hatte Glück. Ich bin unendlich dankbar dafür, aber ich übernahm auch Verantwortung für mich und wanderte ein Jahr später aus.

So. Dann aufgehts, ganz getreu meinem Motto: „Inspiration finden und diese multiplizieren!“, freue mich auf dein Interesse und feedback.

 herzlichst, ELLA

p.s. ich hoffe, die vier Tage Verspätung beim Start sind dir aufgefallen, aber kein Hindernis um den Inhalt zu genießen.

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